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Gründung und Führung der Wehr:

Die Freiwillige Feuerwehr Seelbach ist eine noch sehr junge Einrichtung. Denn in den Jahren vor 1932 gab es nur die Pflichtfeuerwehr. Der Bürgermeister bzw. der Gemeindevorstand bestimmte bis dahin Männer aus der Gemeinde, den Brandschutz zu sichern.

Am 1. Dezember 1932 gründeten 25 Seelbacher im Lokal von Emil Huth die Freiwillige Feuerwehr. Sie machten es sich zur Aufgabe den Brandschutz zu gewährleisten und die Kameradschaft zu pflegen. Auf der Gründungsversammlung wurden Emil Huth zum 1. Kommandanten, Wilhelm Wolf zum 2. Kommandanten, Hermann Göbel  zum Schriftführer und Heinrich Stahl zum Kassenführer gewählt. Einen Grundstock zur Kasse legte die Gemeinde mit 10 Reichsmark.

Gründungsmitglieder waren:

Ernst Anschütz

Hermann Göbel

Richard Kalheber

Ernst Löber

Otto Stahl

Karl Anschütz

Richard Göbel

Hermann Kaulbach

Ewald Remy

Oswald Stamm

Hermann Ebel

Richard Höhler

Hermann Keller

Otto Schäfer

August Völker

Otto Fink

Emil Huth

Albert Knuth

Willi Sommer

Wilhelm Wolf

Hermann Freitag

Ernst Huth

Adam Lenz III

Heinrich Stahl

Karl Zanger

Schon im Gründungsjahr traten die Kameraden geschlossen der im Kreis Oberlahn geführten Sterbekasse bei. Die Sterbekasse Oberlahn besteht auf Gegenseitigkeit und dient zur finanziellen Unterstützung der Hinterbliebenen eines verstorbenen Feuerwehrkameraden. Bis zum Jahre 1937 wurde der Beitrag der Sterbekasse folgendermaßen erhoben: Für jeden verstorbenen Kameraden wurde von allen Mitgliedern ein Beitrag von 20 Pfennig geleistet. Diese Art der Bemessung wurde im Jahre 1937 aufgegeben und auf einen monatlichen Beitrag umgestellt. Die Sterbekasse Oberlahn besteht noch heute und ein Großteil der aktiven und passiven Seelbacher Feuerwehrangehörigen sind  dort Mitglied.

Schon früh erkannte man, dass die angeschafften Geräte einer besonderen Wartung und Pflege bedurften. Daher erweiterte man bereits 1934 den Vorstand um den Posten des Gerätewartes.

Die Auswirkungen des Krieges machten sich auch in der Seelbacher Wehr bemerkbar. Verschiedene Kameraden zog man zum Wehrdienst ein und die Feuerwehr wurde der Militär- und SS-Gerichtsbarkeit unterstellt.

Nähere Angaben über Feuerwehrtätigkeiten in den Kriegsjahren liegen uns leider nicht vor.

Aus den alten Büchern der Wehr und zum Teil durch Berichte von noch lebenden Zeitzeugen konnten wir folgende Ortsbrandmeister und Wehrführer feststellen.

1932 bis 1942

Emil Huth

Ortsbrandmeister

1942 bis 1946

Hermann Keller

Ortsbrandmeister

1946 bis 1947

Richard Kalheber

Ortsbrandmeister

1947 bis 1967

Hermann Keller

Ortsbrandmeister

1967 bis 1971

Richard Nickel

Ortsbrandmeister

1971 bis 1981

Edgar Göbel

Wehrführer

1981 bis 1989

Karl Huth

Wehrführer

1989 bis 1999

Benno Stahl

Wehrführer

1999 bis 2011

Andreas Huth

Wehrführer

2011 bis 2016

Dominic Funk

Wehrführer

2016 bis heute

Eckhard Huth

Wehrführer

Vor der Gebietsreform im Jahr 1970/1971 hatte jede Wehr einen Ortsbrandmeister, nach dem Zusammenschluss der einzelnen Orte zu Großgemeinden hat jede Großgemeinde einen Ortsbrandmeister und jeder Ortsteil einen Wehrführer, der dem jeweiligen Ortsbrandmeister unterstellt ist.

Zu den ersten Ehrenmitgliedern der Wehr ernannte man 1947 Emil Huth und  Wilhelm Wolf. Nur vier Jahre später verstarb Ehrenkommandant und Gründungsmitglied Emil Huth.

Im Jahre 1967, kurz vor seinem 25-jährigen Ortsbrandmeisterjubiläum, verstarb Hermann Keller. Er leitete die Wehr mit großem Geschick durch die böse Zeit des Krieges und die Wirren der Nachkriegszeit.

Im Oktober 1994 verstarb Richard Kalheber. Er war das letzte noch lebende Gründungsmitglied.

In der Jahreshauptversammlung 1980 wurde der Eintrag ins Vereinsregister beim Amtsgericht Weilburg beschlossen. Ab 1986 trägt unser Verein auch die beiden Buchstaben e. V.

1980 wurde erstmals ein Mitgliederstand von 100 Mitgliedern erreicht.

Am 1. Juli 1996 wurden die ersten zwei weiblichen Mitglieder in die Einsatzabteilung übernommen.

Dem Bau der geplanten Grillhütte im alten Steinbruch stand nach Eintreffen der Baugenehmigung im Jahre 1975 nichts mehr im Wege. In der Planung und Errichtung ging die Feuerwehr federführend voran.

Der aktuelle Vorstand der Wehr besteht zur Zeit (2019) aus folgenden Mitgliedern:

Torsten Huth

1. Vorsitzender

Matthias Wolf

2. Vorsitzender

Eckhard Huth

Wehrführer

Matthias Wolf

stellv. Wehrführer

Tanja Zanger

1. Schriftführer

Volker Stahl

1. Kassierer

Oliver Link

2. Schriftführer

Benno Stahl

2. Kassierer

Marc Knoth

Gerätewart

Tobias Huth

Jugendwart

Timo Velten

Kulturwart

Andreas Huth

Beisitzer

Uwe Ackermann

Beisitzer

Edgar Göbel

Ehrenwehrführer

 

Ausstattung der Wehr:

Zu den ersten größeren Anschaffungen zählte ein Schlauchwagen (Baujahr 1904) und eine Handdruckspritze die von acht Männern bedient werden musste. Als Unterstand für die Gerätschaften diente der Schuppen hinter der Kirche. Zum Trocknen wurden die Schläuche an der Rückseite der Kirche mit einem Schlauchkranz aufgehängt.

Die Leitern lagerten in einem Unterstand im Leitergässchen (unterhalb von Hanjerstamme – Albert Fink – Lydia Simon - ).

Schon früher waren die Kosten für die Anschaffung von Feuerwehrausrüstung ein Thema, das immer wieder auftauchte. So wurde im Jahr 1934 zur Verbesserung der Ausrüstung bei der Gemeinde ein Antrag auf Anschaffung von 50 Meter Schläuchen, sowie einer Laterne für den Schlauchwagen gestellt. Für die Steiger sollten fünf einfache Feuerwehrkoppeln, sowie für sämtliche Mitglieder neue Mützen bestellt werden. Mit der Lieferung der Mützen solle Schneidermeister Pfeiffer beauftragt werden.

Erst fünf Jahre später konnten diese Ausrüstungsgegenstände beschafft werden. Ähnlich war es dann auch mit der  ersten Motorspritze.

In einer Versammlung am 14. Januar 1937 wurde vom damaligen Ortsbrandmeister die Anschaffung einer Motorspritze angeregt. Aber erst über vier Jahre später wurde am 25. Juni 1941 endlich eine Motorspritze an die Wehr übergeben. Es handelte sich um eine Flader Pumpe 4/4 mit DKW-Motor. Zum ersten Maschinisten wurde der Kamerad Wilhelm Eisenkopf, zu seinem Stellvertreter der Kamerad Otto Schäfer bestimmt.

Schon früh begann man mit der überörtlichen Ausbildung. 1935 nahm Hermann Keller als erstes Feuerwehrmitglied an einem achttägigen Lehrgang bei der Berufsfeuerwehr in Wiesbaden teil. Des weiteren absolvierten neun Feuerwehrkameraden einen Sanitäterlehrgang.

Zur Gemeinschaftspflege mit den Nachbarwehren fand im Jahr 1954 eine kombinierte Übung in der Gemarkung Schadeck mit mehreren Wehren statt. Zur Bekämpfung eines Waldbrandes musste die Wehr alarmiert werden, den sie auch erfolgreich bekämpfte. 1955 wurde sogar eine Nachtübung durchgeführt.

Die noch bis heute im Dienst stehende Sirene wurde im Jahr 1948 angeschafft und auf der Schule installiert.  Zu dieser Sirene gibt es eine Anekdote zu berichten: Bevor die Sirene auf dem Schuldach montiert wurde, lagerte sie im Gerätehaus hinter der Kirche und erregte dort die Neugierde der damaligen Kameraden. Um der Sirene einen Ton zu entlocken, wurde das Flügelrad der Sirene per Hand in Schwung gebracht. Albert Knuth versuchte nun, das sich schnell drehende Flügelrad wieder anzuhalten. Zu diesem Zwecke griff er mit der Hand in das Flügelrad. Anschließend hatte die Hand nur noch viereinhalb Finger.

Da schon damals die Anforderungen an die Wehr wuchsen, und somit auch absehbar war, dass die Ausstattung der Wehr immer umfangreicher werden würde, zog die Wehr 1955 vom Gerätehaus hinter der Kirche in die umgebaute Schulscheune. Anlässlich der Einweihung des neuen Gerätehauses wurde beschlossen, die Nachbarwehren zu einer Großübung einzuladen.

Im darauf folgenden Jahr konnte die erste Motortragkraftspritze mit VW Industriemotor in Dienst gestellt werden.

Mit der Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges der Marke Ford im Jahr 1966, gebraucht gekauft von der Firma Blendax aus Mainz, konnte die technische Ausstattung weiter aufgewertet werden.

Dieses Fahrzeug blieb jedoch schon 1971 auf dem Weg zum TÜV mit einem Getriebeschaden liegen. Ein neues Fahrzeug musste angeschafft werden. Anfang 1972 erfolgte die Übergabe des neuen Tragkraftspritzen-Fahrzeuges der Marke Ford Transit an die Einsatzabteilung.

Auch dieses neue Fahrzeug brachte gleich wieder Probleme mit sich. Durch seine größeren Ausmaße musste das Gerätehaus umgebaut und das Tor erhöht werden. Die Baumaßnahmen wurden auf Versammlungsbeschluss in Eigenleistung durchgeführt.

Mit der Anschaffung von vier Atemschutzgeräten sowie zwei Handsprechfunkgeräten im Jahr 1974 wurde die Einsatzfähigkeit unserer Wehr weiter verbessert.

Dieser Trend setzte sich 1980 mit der Anschaffung eines gebrauchten VW Busses zum Transport der Atemschutz-Geräteträger fort. Bei dem Fahrzeug handelte es sich um ein aus dem Dienst gestelltes Fahrzeug der Polizei, das von der Wehr für 897,93 DM erworben und aus der Vereinskasse bezahlt wurde.

1993 wurde es durch einen VW Bus der Villmarer Wehr ersetzt. Unser altes Fahrzeug wurde in den Fuhrpark der Gemeinde übernommen und für den Transport der Kindergartenkinder aus Langhecke eingesetzt. Das von der Villmarer Wehr übernommene Fahrzeug wurde durch unseren Gerätewart Wolfgang Stahl in etlichen Arbeitsstunden auf Vordermann gebracht, Halterungen für feuerwehrtechnische Gerätschaften eingebaut und zum guten Schluss neu lackiert.

1983 war das Gerätehaus hinter der alten Schule stark renovierungsbedürftig. Nach Durchsicht von Zeichnungen und Kostenaufstellungen der Gemeinde für einen Umbau kam die Wehr zu dem Entschluss, bei der Gemeinde einen Gerätehausneubau neben der Turnhalle anzuregen. Dieser Anregung kam die Gemeinde nach langem Ringen in den Gremien nach, so dass 1985 mit dem Neubau begonnen werden konnte. Der Rohbau wurde durch die Fa. Reuter aus Wolfenhausen errichtet. Die Dachdeckerarbeiten und der gesamte Innenausbau erfolgte in Eigenleistung.

Die Einweihung des neuen Gerätehauses fand am 21. Februar 1987 statt. Bei der Feierstunde sprach sich Bürgermeister Hubert Aumüller lobend über die erbrachte Eigenleistung aus. Fünfzig Mitglieder leisteten insgesamt 2.500 Arbeitsstunden, das entspricht einem Gegenwert von 25.000,00 DM.

Am 24. November 1990 konnten wir unser neues TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) im Siegerland abholen. In diesem Fahrzeug war erstmals Platz für die Atemschutzgeräte sowie für eine Motorsäge.

Unsere mittlerweile zwanzig Jahre alte Bachert TS wurde am 15. Januar 1994 durch eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 der Marke Magirus mit Fiat-Motor ersetzt.

Im gleichen Jahr kaufte die Wehr einen gebrauchten Anhänger, der wiederum von Wolfgang Stahl komplett neu aufgebaut wurde. Nach seiner Fertigstellung war der Anhänger so hergerichtet, dass er mit Hilfe eines von Wolfgang Stahl entworfenen Wechselladesystems problemlos mit den verschiedensten Einsatzgeräten beladen werden konnte.

Im Jahr 1996 wurde auf Kosten unserer Wehr ein gebrauchtes, aber gut erhaltenes und einsatzfähiges Notstromaggregat angeschafft.

In nur zehnmonatiger Bauzeit wurde ein Anbau an das Gerätehaus errichtet. Vom Spatenstich am 20. März 1999 bis zur Einweihung am 8. Januar 2000 leisteten 40 Helfer etwa 1.400 Arbeitstunden. Dieser Anbau war notwendig geworden, um der Jugendfeuerwehr Raum zu schaffen für die Unterbringung der Kleidung und Gerätschaften. Außerdem dient er als Stauraum zur Lagerung historischer Feuerwehrgeräte und beherbergt ein Büro.

In diesem Jahr (2003) wird ein hydraulisches Rettungsgerät für unsere Wehr durch die Gemeinde angeschafft. Mit diesem Gerät kommen wieder neue Aufgaben und Einsätze auf unsere aktiven Einsatzkräfte zu.

 

Einsätze:

Unsere Wehr wurde im Laufe der Jahrzehnte zu den unterschiedlichsten Einsätzen alarmiert.

Neben zahlreichen kleineren Brand- und Hilfeleistungseinsätzen musste unsere Wehr auch zu einigen größeren Einsätzen ausrücken.

Schon 1951 war der Brandsicherheitsdienst bei größeren Veranstaltungen ein Thema. Bei den immer wieder stattfindenden Filmvorführungen in der Turnhalle wurden von unserer Wehr eine Feuerwache von zwei Mann gestellt.

In der Nacht zum 12. Dezember 1975 wurde die Feuerwehr zu einem Wohnhausbrand gerufen. Der Brand konnte unter Einsatz von Atemschutzgeräten schnell unter Kontrolle gebracht werden. Aber trotz des schnellen Einsatzes der Wehr konnte nach Abschluss der Löscharbeiten nur noch die verbrannte Leiche einer Hausbewohnerin geborgen werden.

Zu einem der längsten Einsätze wurde unsere Wehr im Jahr 1984 gerufen. Am 7. und 8. Februar waren 25 Wehrmänner in Aumenau insgesamt 270 Stunden im Hochwassereinsatz. Die Lahn trat seinerzeit soweit über ihre Ufer, dass das Wasser bis in die Mittelstraße stand und dort in die Keller der Häuser eindrang. Wohnwagen vom Campingplatz in Gräveneck schwammen bis nach Aumenau und zerschellten dort an der Brücke.

Am 8. März 2000 wurde unsere Wehr zu einem Brandeinsatz alarmiert. In der Oberen Neustraße 8 war eine Scheune in Brand geraten. Beim Eintreffen unserer Wehr brannte das Gebäude bereits in voller Ausdehnung. Zusammen mit den Nachbarwehren aus Aumenau und Villmar konnte das Übergreifen des Feuers auf die angrenzenden Gebäude verhindert werden. Die Scheune selbst brannte bis auf die Grundmauern ab.

Glücklich sind wir darüber, dass bei all diesen Einsätzen keiner unserer Kameraden ernsthaft verletzt oder dauerhaft gesundheitlich zu Schaden gekommen ist.

 

Jugendfeuerwehr:

In der Jahreshauptversammlung am 2. März 1974 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet. Als erster Jugendleiter wurde Reinhard Simon gewählt.

Zu den Aktivitäten der Jugendwehr gehören neben den allgemeinen Übungen die Teilnahme an Wettkämpfen, den Kreisjugendfeuerwehrzeltlagern, sowie das Einsammeln der ausgedienten Weihnachtsbäume. Zur Kameradschaftspflege und Weiterbildung wurden Tagesausflüge und Besichtigungsfahrten durchgeführt. Unter anderem besuchten sie verschiedene Berufsfeuerwehren.

Die erstmalige Teilnahme der Jugendfeuerwehr Seelbach im Jahr 1989 an der Leistungsspange in Weilburg wurde von unseren Teilnehmern mit Erfolg absolviert. Nach diesem erfolgreichen Beginn absolvierte unsere Jugendfeuerwehr in regelmäßigen Abständen die Leistungsspange. Da das Ablegen der Leistungsspange erst nach Vollendung des fünfzehnten Lebensjahres möglich ist, wurden zeitweise gemischte Gruppen mit den Jugendfeuerwehren der Großgemeinde gebildet.

 

Eigene Feste:

Am 8. August 1948 kam unserer Wehr die Ehre zu teil, den Kreisverbandstag der Wehren des Oberlahnkreises auszurichten.

Im Sommer 1957 konnte das 25-jährige Jubiläum im Festzelt gefeiert werden. Höhepunkte des Festes waren das Feuerwerk am Freitagabend und der Festzug am Sonntagnachmittag. Er wurde von den Festdamen angeführt, denen 31 Feuerwehren und die Ortsvereine folgten.

Im Sommer 1972 wurde das 40-jährige Bestehen im Festzelt auf dem Turnplatz gefeiert.

Unser letztes lebendes Gründungsmitglied, Richard Kalheber, wurde auf dem 50-jährigen Gründungsfest für seine Mitgliedschaft geehrt. Dieses Fest wurde in der Zeit vom 24. - 29. September 1982 im kleinen Rahmen in der Turnhalle gefeiert. Das Fest begann am Freitag mit dem Kommers, dem am Samstag der Festgottesdienst mit anschließendem Tanz folgte. Am Sonntag gab es eine Schauübung, eine Geräteschau und den obligatorischen Frühschoppen.

Das 60-jährige Bestehen feierten wir am 24. und 25. Oktober 1992 in der Turnhalle. Auch zu dieser Feierlichkeit konnten wir Richard Kalheber in unserer Mitte begrüßen. Prof. Dr. Ernst Göbel, der in seiner Festrede eine interessante Darstellung der Geschichte unserer Wehr vortrug, eröffnete den Samstagabend. Der abwechslungsreiche Kommersabend wurde vom Gemischten Chor und dem Turn- und Sportverein mitgestaltet. Nach dem von der Feuerwehr mitgestalteten Festgottesdienst am Sonntagmorgen spielte die Festkapelle "Die lustigen Brixentaler" aus Österreich zum Frühschoppen auf, der bis zum Abend dauerte.

Im Mai 1984 bestand unsere Jugendfeuerwehr zehn Jahre. Zu diesem Anlass luden wir acht Jugendfeuerwehren zu einem Wettkampf ein.

Das 15-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr wurde dann am 02. Juli 1989 gefeiert. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst im Schulungsraum fanden für die Jugendfeuerwehren Wettkampfspiele statt. Mit der Möglichkeit, die Feuerwehrgeräte zu besichtigen und die angebotenen Feuerlöschervorführungen zu sehen, ging das Fest zu Ende.

Das 20-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr wurde am 14. und 15. Mai 1994 gefeiert. Gemeinsam mit den Jugendfeuerwehren der Großgemeinde und den Jugendfeuerwehren aus den umliegenden Orten wurde am Samstagnachmittag ein Wettkampf durchgeführt. Ihm folgte am Abend eine Disco im Gerätehaus. Mit einem Frühschoppen am Sonntagmorgen klang dieses Fest aus.

Mit einem Jugendfeuerwehrwettkampf am Samstag und einem Frühschoppen am Sonntag - mit dem Fanfarenzug der FF Langenbach - feierten wir am 26. und 27. September 1998 das 25-jährige Bestehen.

 

Veranstaltungen der Wehr:

Seit dem Jahr 1979 veranstaltet unsere Wehr im jährlichen Wechsel mit dem Gesangverein Mehrtagesausflüge.

Diese Ausflüge wurden und werden immer am Himmelfahrt-Wochenende durchgeführt.

Der erste Ausflug führte unsere Wehr nach Saalfelden in Österreich, gefolgt von den Ausflügen 1981 nach Hamburg, 1983 nach Rabland in Südtirol, 1985 nach Thiersee in Tirol, 1987 nach Ötz ins Ötztal, 1989 nach Reutte im Lechtal. Nach dieser Fahrt änderte sich der 2-Jahresrhythmus auf einen 3-Jahresrhythmus, da neben dem Gesangverein und der Feuerwehr nun auch die Kyffhäuserkameradschaft Ausflüge durchführte.

Folglich fand unser siebter Mehrtagesausflug im Jahre 1992 statt. Er führte uns nach Tossens an den Jadebusen (Nordsee). Weiter ging es 1995 nach Brannenburg ins Inntal, 1998 nach Steinwiesen im Frankenwald, 2001 nach Inzell in Bayern. Zur Zeit wird der nächste Ausflug vorbereitet. Es soll 2004 nach Rickenbach im Schwarzwald gehen.

Erstmalig veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Seelbach im Jahr 1991 am 1. Mai den "Tag der Feuerwehr". Seither ist dieser Termin ein fester Bestandteil in unserem Vereinsleben. Viele Wanderer aus Nah und Fern nutzen unsere Veranstaltung als Ziel ihrer Maiwanderung.

Im 5-jährigen Wechsel mit den Ortsvereinen ist die Feuerwehr Ausrichter der örtlichen Kirmes.

Diese wird gewöhnlich in der Turnhalle veranstaltet. Da die Turnhalle 2002 kurz vor ihrem Abriss stand und nicht mehr benutzt werden konnte, veranstaltete die Feuerwehr als Ausrichter im Jahr 2002 eine Zeltkirmes.

 

Leistungsübung:  

Die erstmalige Teilnahme an einem Wettkampf in Aumenau wurde im Jahr 1964 protokolliert. Nach einer über 30-jährigen Wettkampfabstinenz bereitete sich eine Gruppe der Feuerwehr Seelbach auf ihre erstmalige Teilnahme am Kreisleistungswettkampf im Mai 1991 in Hadamar vor. Nach einer mehrmonatigen harten Vorbereitungszeit in Theorie und Praxis und einer misslungenen Generalprobe belegten sie punktgleich (994 von 1.000 zu erreichenden Punkten) mit vier wettkampferfahrenen Mannschaften den "Ersten Platz". Erst im Stechen wurden sie auf einen guten fünften Platz von 16 teilnehmenden Mannschaften verwiesen.  1992 wurde der Kreisleistungswettkampf erstmalig  in Villmar durchgeführt. Hier belegte unsere Mannschaft den sechsten Platz.

Bei der dritten Teilnahme an den Kreisleistungswettkämpfen 1993, ebenfalls in Villmar, konnte unsere Wehr punktgleich mit der erstplatzierten Wehr Werschau den zweiten Platz belegen. 1994 erreichte die Leistungsgruppe den ersten Platz und qualifizierte sich dadurch für die Teilnahme beim Bezirkswettkampf des Regierungsbezirkes Gießen. Dieser wurde in Homberg/Ohm ausgetragen. Hier konnte die Gruppe den fünften Platz belegen.

1995 fand der Kreisleistungswettkampf in Seelbach statt. Unsere Mannschaft konnte den Erfolg des Vorjahres wiederholen und erneut als Sieger zum Bezirksentscheid nach Schlüchtern fahren. Dort belegte die Gruppe den sechsten Platz. Zum dritten Mal in Folge konnte sich unsere Leistungsgruppe 1996 durch den Sieg auf Kreisebene für den Wettkampf auf Bezirksebene in Cappel qualifizieren. Nur die Gewalten der Natur konnten unsere in Theorie und Praxis fehlerfreie Gruppe von der Teilnahme am Landesentscheid fernhalten. Durch den während unserer Übung herrschenden starken Wind war es nicht möglich mit dem eingesetzten Schaumstrahlrohr die Klappfallscheiben mit dem Wasserstrahl zu erreichen. Hierdurch kam es zu einer Zeitüberschreitung der vorgegebenen Gesamtübungszeit, die unsere Gruppe nur den siebten Platz erreichen ließ.

Der vierte Sieg in Folge wurde 1997 auf Kreisebene errungen. Bei der darauffolgenden Teilnahme am Bezirkswettkampf in Antrifttal-Ruhlkirchen belegte die Gruppe einen hervorragenden vierten Platz. Auch im Jahr 1995 erreichten wir mit 1.000 Punkten den ersten Platz auf Kreisebene, und qualifizierten uns erneut für den Bezirksentscheid in Grünberg. Dort sahen die fachkundigen Zuschauer eine fehlerfreie praktische Übung und auch der theoretische Teil wurde ohne Fehlerpunkte absolviert. Doch die Schiedsrichter notierten einen Fehler, den es bei dieser Übung als Bewertungskriterium überhaupt nicht gab. Mit zwei weiteren Mannschaften mussten wir deshalb ins Stechen und belegten schließlich einen enttäuschenden vierten Platz. Unsere Leistungsgruppe sowie die Mannschaft aus Marburg-Michelbach, reichten daraufhin offiziell beim Regierungspräsident in Gießen eine Beschwerde über die Bewertung des praktischen Übungsteils ein. Völlig überraschend wurden daraufhin beide Mannschaften für den Landesentscheid nachnominiert. Dort hat unsere Mannschaft eine sehr gute und fehlerfreie praktische Übung gezeigt. Lediglich der Fragebogen bereitete den Teilnehmern Schwierigkeiten. 1999 belegten wir mit einer neuformierten Wettkampfgruppe auf dem Kreisentscheid den sechsten Platz.

Überörtliche Tätigkeiten/Funktionen

Folgende Mitglieder unserer Wehr begleiteten überörtliche Funktionen:

Edgar Göbel:

Ortsbrandmeister der Großgemeinde Villmar von 1973 bis 1992


Stellv. Kreisbrandinspektor des Landkreises Limburg-Weilburg von 1980 bis 1995


Kreisbrandinspektor des Landkreises Limburg-Weilburg ab 1995


2. Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Limburg-Weilburg von 1980 bis 1993


1. Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Limburg-Weilburg von 1993 bis 2002


Vorstandsmitglied im Nassauischen Feuerwehrverband 1990 bis 2002


Mitglied im Katastrophenschutzausschuss des Landesfeuerwehrverbandes 1990 bis 2003

Benno Stahl:

Stellv. Ortsbrandmeister der Großgemeinde Villmar von 1992 bis 1998


Ab 1995 begleitete er kommissarisch das Amt des Ortsbrandmeisters bis 1996, da der damalige Amtsinhaber sein Amt aus beruflichen Gründen zur Verfügung stellte.

Oliver Göbel:

Mitglied der Technischen Einsatzleitung des Landkreises Limburg Weilburg.

 

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